Wappen

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Unser Wappen ist das Wappen des ehemaligen Kreises Ahaus, ergänzt durch das Eiserne Kreuz im linken oberen Viertel und drei Maueranker im rechten unteren Viertel.

Das linke obere Viertel zeigt das Wappen der Herren von Ahaus, deren Bereich ausser Ahaus noch Alstätte, Wüllen und Wessum umfasste. Nach dem Aussterben des Geschlechtes kam dieses Gebiet 1406 an den Bischof von Münster.

Schon geraume Zeit vorher war der Ostteil der Herrschaft (Grafschaft) Lohn – mit Stadtlohn, Südlohn und Oeding – an die münsterischen Bischöfe gefallen. 1316 hatte ihn der Erbe des letzten Grafen von Lohn an sie verkauft. Das Wappen der Grafen von Lohn ist im rechten oberen Feld wiedergegeben.

Länger vermochten die Edelherren (nachmals Grafen) von Steinfurt, deren Wappentier, der Schwan, das linke untere Feld füllt, die Selbständigkeit der kleinen Herrlichkeit Gronau zu behaupten, die nur aus dem Schloss Gronau und dem zugehörigen „Wigbold“ bestand. 1699 mussten auch sie die Landeshoheit der Bischöfe von Münster über Gronau anerkennen.

Im Besitz hoheitlicher Rechte erschienen die Bischöfe von Münster, deren Balkenschild im rechten unteren Feld erscheint, in anderen Teilen des Kreisgebietes aber schon früher. Die Errichtung einer Burg in Nienborg wird schon Bischof Hermann II. (1174 – 1203) zugeschrieben. In Vreden faßten die Bischöfe 1252 Fuß. 1296 konnten sie durch den Erwerb des Gogerichts Sandwelle, zu dem das Dinkelgebiet und Schöppingen gehörten, ihre Stellung im Ostteil des Kreises festigen.
Mit den drei Mauerankern entspricht das Wappen dem jetzigen Wappen des Kreises Borken. Die Maueranker sind dem Wappen der Herrschaft Anholt entlehnt. Ihre dreifache Anordnung soll hier auf die Bildung des neuen Kreises Borken aus den alten Kreisen Ahaus und Borken sowie der ehemaligen kreisfreien Stadt Bocholt hinweisen.

Das Wappen des ehemaligen Landkreises Ahaus wird seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 nicht mehr geführt. Der Kreis Borken führt seit 1979 ein neues Kreiswappen und genehmigte der Reservistenkameradschaft Westmünsterland die Verwendung ihres Wappens am 31. März 1994.